Sozialkaufhaus Gartenstraße startet in Gräfenhainichen

BVIK gGmbH will das neue Sozialkaufhaus zum Sozialbetrieb in Gräfenhainichen ausbauen. Bevölkerung ist zur Eröffnung am Dienstag, den 15.10.2013, 15:00 in das neue Domizil eingeladen.

Sozialkaufhäuser bieten ein günstiges Sortiment für Bedürftige an. Ordentlich unter- teilt in verschiedene Abteilungen, präsentiert sich das Sozialkaufhaus unter der Lei- tung von Dietmar Bebber. "Hier gibt es keinen Trödel oder Ramsch. Unser Slogan lautet: “Wertvolles aus zweiter Hand“, betont Bebber, der mit zwei Bundesfreiwilligen, Frau Renate Wycisk und Frau Giesela Richter, hier arbeitet.

Und tatsächlich: Die Möbel des Sozialkaufhauses sind teilweise wie neu. Gebrauchte Möbel des Angebots sind sehr gut in Schuss. "Sperrmüll bekommen die Leute auch am Straßenrand. Hier können sich die Leute über Waren freuen. Es muss sich keiner schämen, hierher zu kommen" Möglich wurde das alles durch die Initiative des Gräfenhainicher Bürgermeisters Harry Rußbült (Linke). Er suchte nach dem Auslaufen einer „Aktiv zur Rente“ Maßnahme einen neuen Betreiber für die Kleiderkammer und wurde bei der BVIK gGmbH (Bilden. Vermitteln. Integrieren. Kommunale Dienstleistungen) fündig. Diese Gesellschaft betreut im Landkreis viele Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes und hatte bis jetzt in Wörlitz und der Kreisstadt Niederlassungen. Ab heute kommt eine in der Gartenstraße in Gräfenhainichen(gegenüber dem NP Markt) dazu. Der Geschäftsführer dieser Gesellschaft, Dr. Ulrich Heller, die ihren Hauptsitz in Köthen hat und über Filialen in 3 Bundesländer verfügt, informierte, dass das Sozialkauf- haus der erste Baustein für einen ganzen Sozialbetrieb in Gräfenhainichen sein soll. „Wir haben gute Erfahrungen mit unserem Sozialkaufhaus in Königslutter bei Braunschweig. Von und von Wolfsburg dort kommt der größte Teil der Erstausrüstung“, so Heller weiter.
Ein Geschäft, das wie ein ganz normaler Secondhandshop aussieht, aber sich dadurch unterscheidet, dass die Waren durchweg aus Spenden der Bevölkerung stammen. Deshalb können sich die Preise auch für den kleinen Geldbeutel sehen lassen.

Sprungbrett ins Arbeitsleben

Neben dem Einsatz von Bundesfreiwilligen strebt die BVIK gGmbH an, dass be- stimmte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit Hilfe des Jobcenters hier durchgeführt werden. Ein Konzept „Jugend handelt“ liegt schon bereit und soll Jugendlichen Hartz IV Empfängern eine zweite Chance zum Einstieg in das Berufsleben geben. „Mit einem ähnlichen Konzept hatten wir in Köthen eine Vermittlungsquote von 49%“, so Annette Schermuck, Prokuristin und Beauftragte der BVIK für den Land- kreis Wittenberg: „Bei uns sollen Langzeitarbeitslose Langzeitarbeitslosen helfen. Dazu wird auch gleich ein Bewerbungsservice mit angeboten, bei dem sich Fachkräfte qualifiziert um die Unterlagen für die Jobsuche kümmern.

Stöbern nach Jobs

Im Geschäft können sich Mitarbeiter wie Kunden an einem öffentlichen Internetzugang im Jobportal auf Arbeitssuche begeben. Daneben sind Stellenangebote ausgehängt.

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